Fachtagung: "Vielfalt in der Schule als Reichtum begreifen - Wie geht das?"

Das bunte Miteinander nimmt in der heutigen Gesellschaft immer breiteren Raum ein. Das bringt viele Neuerungen, aber auch Herausforderungen mit sich, denen sich in immer größerem Maße auch die Schulen stellen müssen. Unter dem Motto „Vielfalt in der Schule als Reichtum begreifen – Wie geht das?“ fand nun eine breit aufgestellte Fachtagung für Schulen, Fachkräfte, Eltern und alle an diesem Thema Interessierten statt.

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Gruppenbild Orga-Team
Von links: Uwe Josuttis, Helmolt Rademacher, Stefanie Liebetrau-Kiefer, Angela Winderlich, Elvira Idt, Konstanze Schmidt, Max Fuchs und Stephan Schmitt

Das bunte Miteinander nimmt in der heutigen Gesellschaft immer breiteren Raum ein. Das bringt viele Neuerungen, aber auch Herausforderungen mit sich, denen sich in immer größerem Maße auch die Schulen stellen müssen. Unter dem Motto „Vielfalt in der Schule als Reichtum begreifen – Wie geht das?“ fand nun eine breit aufgestellte Fachtagung für Schulen, Fachkräfte, Eltern und alle an diesem Thema Interessierten statt. Als Veranstalter hatte das Hessische Netzwerk gegen Gewalt (NgG) in Kooperation mit „Gewalt und Demokratielernen (GuD)“ und dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Fulda ins Bonifatiushaus nach Fulda-Neuenberg geladen, und zahlreiche Vertreter von Schulen und Institutionen waren der Einladung gefolgt.

Migration und Zuwanderung sowie Flucht und Vertreibung in der ganzen Welt bewirken nicht nur gesellschaftliche Veränderungen, sondern haben auch konkrete Auswirkungen auf die Arbeit in den Schulen. Diese Situation nicht als Krise, sondern als neue Herausforderung mit vielen Chancen zu begreifen, sollte der Fachtag zu vermitteln helfen. Er sollte aufgrund der inhaltlichen Gestaltung helfen, den Blick auf den Reichtum zu lenken, der entsteht, wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion zusammen leben, lernen und arbeiten.
Die Veranstaltung lieferte viele Denkanstöße, die Blickrichtung zu verändern, Ressourcen zu entdecken und Handlungsfelder zu erproben. Das Programm hielt dabei Anregungen für die eigene professionelle Haltung sowie die berufliche Praxis parat. Als Impulsreferat diente der Vortrag von Professor Max Fuchs von der Universität Duisburg-Essen. Fuchs, der unter anderem Vorsitzender des Deutschen Kulturrates war und Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung ist, ging auf die Chancen und Vorteile ein, die eine Vielfalt in den Schulen bewirken kann.

Zu Beginn der Tagung hatte die interkulturelle Theater-AG der Richard-Müller-Schule Fulda in einer szenischen Einführung die alltäglichen Dissonanzen und Ausgleichsmöglichkeiten unter jungen Leuten unterschiedlicher Herkunft aufgezeigt und somit den Einstieg in die Thematik geliefert. In ihren Grußworten hatten Konstanze Schmidt vom Netzwerk gegen Gewalt, Amtsleiter Stephan Schmitt vom Staatlichen Schulamt Fulda und Helmolt Rademacher von Gewaltprävention und Demokratielernen auf die Bedeutung einer solch umfassenden Veranstaltung hingewiesen.
In zwei anschließenden Workshop-Phasen setzten sich die Teilnehmer mit unterschiedlichen Themen wie „Classroom-Management ohne gemeinsame Sprache“, „Transkulturelle Kompetenz“, „Interreligiöse Vielfalt“, „Identität und Kurssensibilität“ sowie „Empowerment für geflüchtete junge Frauen“ auseinander.
Die Koordination der Veranstaltung lag in Händen von Stefanie Liebetrau-Kiefer vom Staatlichen Schulamt, Elvira Idt und Uwe Josuttis (NgG) sowie Angela Winderlich (GuD).