Prozessplanung, -dokumentation und -evaluation als Hilfe bei der Projektdurchführung

Vertiefungsveranstaltung zum Fachtag „Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht!“ vom März 2016 - Wirken meine Präventionsprogramme? Dieser Schlüsselfrage der Projektarbeit widmete sich die Vertiefungsveranstaltung „Prozessplanung, -dokumentation und -evaluation als Hilfe bei der Projektdurchführung“ am Montag, den 21.11.2016 in der Jugendherberge Marburg.

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Referent Volker Schaub, Jugendpflege Gemeinde Hüttenberg
Volker Schaub, Jugendpflege Gemeinde Hüttenberg

Die Workshops, in denen drei bis fünf Projektpraktikerinnen und Projektpraktiker aus dem Polizei- und Ordnungsbereich, den Schulen, der Jugendarbeit und diverser freier Träger intensiv ihre eigenen Projektvorhaben bearbeiteten, waren eine Vertiefung zur Fachtagung „Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht!“. Wie im März dieses Jahres lagen Organisation und Durchführung des Follow-UPs bei den Kooperationspartnern Netzwerk gegen Gewalt, Philipps-Universität Marburg, Polizeipräsidium Mittelhessen und dem Projekt Einsicht - Marburg gegen Gewalt der Universitätsstadt Marburg, die diesmal zusätzlich von der Jugendpflege der Gemeinde Hüttenberg im Lahn-Dill-Kreis unterstützt wurden.

Da bei „Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht!“ die Methoden und Messinstrumente der Wirkungsüberprüfung („Ergebnisevaluation“) eines Projektes im Vordergrund standen, stand die Vertiefungsveranstaltung ganz im Zeichen der Themen Planung, Dokumentation und Evaluation von Prozessen. Ziel war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praktische Anwendungsmöglichkeiten für eine (Prozess-) Evaluation in (laufenden) Arbeitsprozessen aufzuzeigen, einen Austausch über unterschiedliche Wege und Möglichkeiten der Projektarbeit und -planung anzugregen und sie zu befähigen und zu ermutigen, diese auch in ihre Praxis umzusetzen.

Die Begrüßung der 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte durch die Geschäftsführerin der Zentralen Geschäftsstelle des Netzwerks gegen Gewalt, Konstanze Schmidt. Mit einer Rückschau auf die Veranstaltung im März führte Professor Dr. Ulrich Wagner, Leiter der Arbeitsgruppe Sozialpsychologie der Philipps-Universität Marburg, in die Thematik ein. Vor Beginn der Arbeitsphase in den themenbezogen zusammengesetzten Workshops erklärte Volker Schaub (Bild), Jugendpfleger der Gemeinde Hüttenberg, am Beispiel seiner eigenen Arbeit wie dort „Vorhaben“ geplant und mit Blick auf die „Wirkungsüberprüfung“ dokumentiert werden. In einem Schaubild verdeutlichte er, welche „Akteure“ und „Felder“ in dem „Hüttenberger Modell“ mitgedacht sind bzw. Berücksichtigung finden.

Im Anschluss an den theoretischen Teil des Tages konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in moderierten Kleingruppenworkshops eigene Planungen und Projekte unter Berücksichtigung von Planungsgrundsätzen und dem „Hüttenberger Modell“ aufarbeiten.
In dem durch Johannes Maaser, Projekt "Einsicht-Marburg gegen Gewalt", moderierten Abschlussplenum wurde durch die Workshopleiter der Philipps-Universität Marburg Maike Trautner, Maria Therese Wiemer, Melanie Hartmann und Orgun Özcan die Arbeitsergebnisse des Tages nochmals abschließend zusammengefasst. Deutlich wurde, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergehende praktische Vertiefungen zu den Themen

  • Planungshilfen
  • Erfolg messen – Wie?
  • Messinstrumente
  • Musterevaluationen

wünschen.

Die Auswertung der Veranstaltung ergab eine insgesamt positive Resonanz.

Zu den genannten Bedarfen besteht folgendes Abrufangebot:
Rund um Fragen der Projektplanung sowie zu Prozess- und Wirkungsevaluation bieten die Arbeitsgruppe Sozialpsychologie und das Projekt "Einsicht-Marburg gegen Gewalt" ein offenes Beratungsangebot an:

... bei der Vorbereitung von Projekten.
... zu wirkungsorientierter Projektplanung.
... zu den Möglichkeiten, die Wirkung Ihrer Projekte zu überprüfen.
... zu den Möglichkeiten, auf Probleme bei der Durchführung Ihrer Projekte zu reagieren.

Beratungsbedarfe sollten mit einer E-Mail angefragt und - falls nötig - kurz telefonisch geklärt werden.
Beratungen im Rahmen eines ca. 90-minütigen einmaligen persönlichen Gesprächs an der Philipps-Universität Marburg sind kostenlos.
Wenn Sie an einer Wirkungsevaluation oder einer inhaltlichen Begleitung Ihrer Projekte interessiert sind, können wir die Möglichkeiten und Kosten für eine Umsetzung Ihres Vorhabens ebenfalls nach E-Mail-Anfrage telefonisch vorbesprechen.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Dirk Zettner
Netzwerk gegen Gewalt, Geschäftsstelle Mittelhessen
E-Mail: NgG.PPMH@polizei.hessen.de

Prof. Dr. Ulrich Wagner
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Psychologie
E-Mail: wagner1@staff.uni-marburg.de
WWW - AG Sozialpsychologie:
www.sozialpsychologie-marburg.de
WWW - Einsicht:
www.einsicht-marburg.de/

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