Digitaler Elternabend - Was muss ich als Elternteil beim 1. Handy meines Kindes beachten?

Am Dienstag den 07.09.2021 von 18:30 – 20:00 Uhr fand ein digitaler Elternabend zum Thema: „Das 1. Handy meines Kindes. Was muss ich dabei beachten?“ statt. Gemeinsam sensibilisierten, Tom Gudella von „folie8“ und Sascha Aschermann von der regionalen Geschäftsstelle „Netzwerk gegen Gewalt“ vom Polizeipräsidium Nordhessen, 165 Interessierte Eltern auf zahlreiche Gefahren und Probleme mit dem Smartphone.

Spätestens beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule sollten sich die Eltern mit der Thematik auseinandersetzen, wenn sie ihren Kindern ein Mobiltelefon in die Hände geben.

Immer früher kaufen Eltern ihren Kindern ein Mobiltelefon und deshalb gingen die Experten unter anderem auch auf folgende Fragen ein:

  • Braucht mein Kind überhaupt schon ein Smartphone?
  • Welche Risiken bestehen und worauf muss ich als Elternteil achten?
  • Welche Apps werden bevorzugt von Kindern genutzt?
  • Welcher Vertrag ist der richtige?

Laut dem Medienpädagogen Tom Gudella, brauchen die Kinder auf jeden Fall eine elterliche Begleitung um eine angemessene Nutzung von Handys zu lernen. Dabei ist es aus Sicht der Suchtprävention sehr wichtig, „Handyfreie-Zeiten“ zu vereinbaren, um die ständige Erreichbarkeit, was ein Smartphone mit sich bringt, zu vermeiden. Auch ein gemeinsam verfasster Handynutzungsvertrag zwischen dem Kind und der Eltern können Konflikte im Familienalltag zu dieser Thematik reduzieren.

Um eine Kontrollmöglichkeit beim Herunterladen von Apps zu haben, können die Eltern z.B. über Einstellungen des Smartphones eine Familienfreigabe einrichten. Hier werden die Kinder als Familienmitglied hinzugefügt. Bei einer im Anschluss durchgeführten Installation einer App, müssen sich die Kinder eine Genehmigung der Eltern einholen.

Sascha Aschermann gab noch mal zu verstehen, dass beim Austausch von Nachrichten in den sozialen Netzwerken die Eltern ihre Kinder auf gewisse Konsequenzen bei strafbaren Inhalten wie z.B. das Verbreiten von Gewaltvideos, Verbreiten von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verbreiten von Kinderpornografie, hinweisen.

Auch wenn das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht hat und somit nach dem Gesetz schuldunfähig ist, handelt es sich in den genannten Fällen aber um Straftaten und es können Maßnahmen durch das Jugendamt oder Familiengericht angeordnet werden.

Tom Gudella und Sascha Aschermann planen eine weitere Veranstaltung noch Anfang Dezember dieses Jahrs, denn das ein oder andere Smartphone wird sicherlich unter dem Weihnachtsbaum liegen.

Sascha Aschermann,regionale Geschäftsstelle Nordhessen

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