Das Programm

Schüler*innen des Jahrgangs sieben aller hessischen Schulformen erarbeiten individuelle gewaltfreie Handlungsoptionen für gewaltbesetzte Situationen im öffentlichen, analogen und digitalen Raum. Sie werden von PiT-Teams, bestehend aus zwei Lehrpersonen, einer Polizistin/einem Polizisten und einer Sozialpädagogin/einem Sozialpädagogen unterstützt. Besondere Merkmale von PiT-Hessen: Schüler*innen sind Expert*innen ihrer Lebenswelt, absolute Gewaltfreiheit, Opferzentrierung.

PiT-Bull.png

PiT-Bull (Zeichnung)

Informationen zu PiT

Ziele

PiT-Hessen dient der Unterstützung des Erziehungsauftrages hessischer Schulen durch:

  • Trainings mit Schülerinnen und Schülern    

Indem es mit seinem gewaltfreien Ansatz Schülerinnen und Schülern persönliche gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten in Gewaltsituationen aufzeigt und erfahrbar macht.

Der Fokus liegt dabei auf der Vermittlung von Kompetenzen bei Gewaltsituationen im öffentlichen Raum.

  • Teambildung aus Personen von Schule, Polizei und Jugendhilfe

PiT-Hessen bietet den örtlichen Institutionen Schule, Polizei und Jugendhilfe, die Möglichkeit einer Kooperation von mindestens 5 Jahren.  In der Praxis bedeutet das, die beteiligten Organisationen stellen die Mitarbeitenden eines PiT-Teams, das vor Ort gemeinsam Schülerinnen und Schüler im gewaltfreien Umgang mit gewaltbesetzten Situationen trainiert. Ein PiT-Team besteht aus: Zwei  Lehrpersonen, einer(m) Mitarbeitende(n) der Jugendhilfe und einer(m) Polizeibeamtin/Polizeibeamten.

Grundsätze 

Opferzentrierung

absolute Gewaltfreiheit

Schülerinnen und Schüler sind Experten in eigener Sache

Erfahren nicht belehren

Fragen statt sagen

Beschreibung

Während eines Schuljahres trainiert ein PiT-Team an 5-6 Projekttagen, Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs sieben mit folgenden Bausteinen:

Was ist Gewalt?

Konflikteinstieg

Konfliktausstieg

Helferverhalten

Voraussetzungen für die Mitarbeit bei PiT

  • Schulen bewerben sich um Teilnahme amProgramm

  • Die Zustimmung der schulischen Gremien (Schulkonferenz, Gesamtkonferenz)

    liegen vor.

  • Die Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort ist geklärt

Historie

In Hessen wurde 2002 eine Projektgruppe aus Mitgliedern der Arbeitsgruppe "Jugendkriminalität" des Landespräventionsrats sowie weiteren, in der Präventionsarbeit erfahrenen Personen gebildet, die den Auftrag hatte, ein hessisches Gewaltpräventions-programm zu entwickeln.

  • 2004 startete PiT-Hessen für drei Jahre als Modellprojekt in Frankfurt und Offenbach mit 20 teilnehmenden Schulen.

  • Das Modellprojekt PiT-Hessen wurde von der Philipps-Universität Marburg evaluiert Die positiven Ergebnisse führten dazu, dass das Programmseit 2007 allen Sek-I Schulen in Hessen angeboten wird.

Aktuell

(Stand 2016)

besteht hessenweit eine Kooperation mit 98 Schulen.