Wie Corona die Nutzung von (digitalen) Medien verändert - Chancen und Stolpersteine

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Online Vortrag-Wie Corona die Nutzung von (digitalen) Medien
Moderator*innen und Referent: o. l. Frau Springer VHS Marburg-Biedenkopf, u. l. Referent Herr Rathje, o. r. Frau Kruse elan Marburg u. Kreiselternbeirat Marburg-Biedenkopf, u. r. Herr Zettner Netzwerk gegen Gewalt

Als abzusehen war, dass durch die Coronamaßnahmen Informationsabende Ende Juni nicht in gewohnter Art und Weise als Präsenzveranstaltungen durchführt werden können, entschlossen sich die Organisatoren die Informationsabende „Online“ durchzuführen und erlebten somit eine von vielen Veränderung in der Mediennutzung live.

In virtuellen Räumen der Volkshochschule des Landkreises Marburg-Biedenkopf fanden zwei inhaltsgleiche Informationsabende für Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, päd. Fachkräfte und am Thema Interessierte unter dem Titel „Wie Corona die Nutzung von (digitalen) Medien verändert - Chancen und Stolpersteine“ statt. Als Referent konnte der selbständige Medienpädagoge und Kommunikations-Designer Jan Rathje aus Darmstadt gewonnen werden. Herr Rathje, wie auch die 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Organisatoren, hatten die virtuellen Räum jeweils über einen Link von zu Hause aus betreten. Mittels Chatfunktion konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Erfahrungen, Fragen etc. in das Vortragsgeschehen einbringen.

Mit der Frage „Was hat sich mit Corona verändert?“ führte Herr Rathje in seinen Vortrag ein. Neben den Hygienebestimmungen, den Herausforderungen im familiären Bereich mit Kinderbetreuung, Homeschooling, Homeoffice und neuen Bildungs- und Fortbildungsformaten ließ Herr Rathje hierbei die „Vorratseinkäufe“ nicht unerwähnt. Er schilderte, dass beispielsweise „Vorratseinkäufe“ aus Angst vor

  • Unbekannten,
  • Unwissen über das, was weiterhin passiere und
  • dass "Alle" sagen: “Du musst dir Vorräte anlegen.“

heraus getätigt würden. Die Menschen würden sich „hochschaukeln“. Diese Situation kenne man auch aus der Schule. Insbesondere vor Klassenarbeiten, wo einzelne Schülerinnen und Schülern durch Aussagen wie „Die Arbeit wird bestimmt ganz schrecklich. Was sollen wir tun? Die wird bestimmt ganz schwer.“ weitere Schülerinnen und Schüler „anstecken“ und dadurch verunsichern würden. Fast alle Menschen müssten hinhören, wenn über Ereignisse berichtet würde, die sie bedrohen könnten. Hinter dem "Zwang" zum Hinhören stehe der „Eigenschutz“ bzw. der Schutz der Familie. Damit verbunden der Drang, so viel Informationen wie möglich über die Gefahr zu erhalten, um entsprechend gewappnet zu sein.

Herr Rathje führte aus, dass in den vergangenen Monaten eine enorme medientechnische Entwicklung stattgefunden habe. Schnell habe die Gesellschaft die technischen Möglichkeiten ihrer „Endgeräte“ erkannt und diese zum Kommunizieren und Konsumieren genutzt. Insgesamt hätten die Menschen binnen kürzester Zeit eine enorme Medienkompetenz erlangt.

Nach einem informativen und kurzweiligen Online-Vortrag zu:

  • Bildung,
  • Teilhabe,
  • Social Distancing,
  • Mobbing/Cybermobbing,
  • Medienkonsum,
  • Verschwörungstheorien und Fake News und
  • Häuslicher Gewalt

in der anhaltenden Coronazeit stand Herr Rathje noch für Fragen im Chat zur Verfügung.

Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch eine Kooperation der folgenden Akteure:

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