"Trau Dich!"

Ein theaterpädagogisches Stück über Gefühle, Grenzen und Vertrauen für Schulkinder in der 5./6. Klasse, gepaart mit thematischen Weiterbildungen der Lehrkräfte, Sensibilisierung der Eltern und unterschiedlichsten Informations- und Unterrichtsmaterialien.

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"Trau Dich!", die "Bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs", ist Teil des Aktionsplans 2011 der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSF) ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für die Konzeption und Durchführung der Initiative verantwortlich.

Zur dauerhaften Etablierung von "Trau Dich!" hat Hessen als erstes Bundesland im Jahr 2017 zur eigenen Umsetzung der Inititiative "Trau Dich!" eine Kooperationsvereinbarung mit der BZgA geschlossen. Der Kreidekreis e.V. hat als Träger des Schultheater-Studios Frankfurt von der BZgA die Nutzungsrechte für „Trau Dich!“ erworben. Damit sind sie berechtigt, das Theaterstück in Hessen mit eigenem Ensemble zur Aufführung zu bringen sowie die dazugehörigen Begleitveranstaltungen für Eltern und Lehrkräfte zu organisieren. Um diesem sensiblen Thema gerecht zu werden, arbeitet das Schultheater-Studio Frankfurt mit Schauspielerinnen und Schauspielern zusammen, die auch über einen theaterpädagogischen Hintergrund verfügen.

Als Schirmherren für die hessische Kampagne fungieren der Hessische Kultusminister, Herr Prof. Dr. R. Lorz, sowie der Hessische Minister für Soziales und Integration, Herr Kai Klose.

Spielszene Trau Dich!

    Das Theaterstück:

    „Trau dich!“ nimmt die Mädchen und Jungen mit auf eine spielerische Entdeckungsreise, die das Thema sexueller Missbrauch mit den Themen Kinderrechte und Sexualaufklärung verknüpft. Das Ergebnis ist eine „Performance-Collage“ mit interaktiven und multimedialen Elementen. Dabei bilden  vier abgeschlossene, aber nicht linear erzählte Geschichten die Grundlage. Neben Filmsequenzen von Kindern, die Situationen kommentieren und diskutieren, spielt der Einsatz von Musik eine wichtige Rolle. Als Bühnenbild ist sehr reduziert. Als zentrales Elment dient ein riesiges Stofftuch, das ganz unterschiedliche, an die Szenen und Geschichten angepasst, eingesetzt wird: Mal hängt es an der Wand, mal schwebt es als Dach unter der Decke oder dient als Kostüm oder Kissen.

    Mit dieser Art der Inszenierung werden die Kinder dazu angeregt, zwischen den einzelnen Geschichten Beziehungsmuster zu entdecken und eine eigene Haltung zum Thema zu entwickeln. Die theaterpädagogisch ausgebildeten Schauspieler treten in mit dem Publikum in Kontakt und stellen dadurch eine Nähe her, die zu einem direkten Austausch zwischen Bühne und Zuschauerraum führt. Schon beim Betreten des Theaters werden die Kinder persönlich begrüßt und durch kurze Interaktionen zu den Themen „Gefühle, Nähe und Distanz“ und „Begegnung“ auf das Theaterstück eingestimmt.

    Die Kinder werden:

    • ermutigt, ihren Gefühlen zu vertrauen,
    • darin gestärkt, Grenzen zu setzen,
    • motiviert, sich mit "schlechten Geheimnissen" jemandem anzuvertrauen,
    • in der Entwicklung der Sprachfähigkeit und Ausdrucksmöglichkeit unterstützt
    • ermutigt Vertrauenspersonen zu finden und sich im Bedarfsfall Hilfe zu holen.

    Nachhaltigkeit:

    Um einen nachhaltigen Lerneffekt der vermittelten Botschaften des Theaterstücks zu erhöhen und den teilnehmenden Kindern ausreichend Raum zur Verarbeitung und Vertiefung der Thematik zu bieten, ist eine angemessene pädagogische Vor- und Nachbereitung notwendig. Um das zu erreichen werden die Lehrkräfte durch kooperierende regionale Fachberatungsstellen fortgebildet und Eltern mittels eines Elternabends im Vorfeld sensibilisiert.

    Begleitmaterial:

    Abgerundet wird das Paket rings um das zentrale Theaterstück durch altersgerechte Broschüren für die Jungen und Mädchen, Ratgeber für Eltern sowie Unterrichtsmaterial zur Vor- und Nachbereitung für die Lehrkräfte.

    Besonderheiten:

    Im Auftrag der BZgA wurde eine neue „Coronafassung“ der Theaterstückes "Trau Dich!" mit veränderten szenischen Abläufen und Variationen bei den Interaktionen mit den Publikumskindern entwickelt. 

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