23.10.2019, Polizeipräsidium, Adickesallee 70, 60322 Frankfurt am Main
Veranstaltungsreihe: 

16. Hessisches Jugendschutzmeeting - Showmanship (Rückschau)

Uhrzeit: 
09:00 bis 16:00 Uhr
Die Veranstaltung war ausgebucht und wurde von über 120 Teilnehmenden besucht.

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Banner mit Logos der Veranstalter

Das Hessische Jugendschutzmeeting ist eine  Fortbildung der Kooperation des Präventiven Jugendschutzes Frankfurt am Main, des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, des Netzwerks gegen Gewalt Frankfurt am Main und der Jugendkoordination des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. Es findet jährlich zu brandaktuellen Themen statt und ist eine Veranstaltung für alle in Hessen im Jugendschutz tätigen Mitarbeiter/innen, Multiplikatoren/innen der Sozial- und Bildungsarbeit, für Ordnungsämter, Polizeibeschäftigte und weitere Interessierte.

Am 23.10.2019 besuchten über 120 Teinehmende die Veranstaltung zum Thema "Showmanship".

YouTube und Instagram zählen zu den beliebtesten Onlineplattformen bei Kindern und Jugendlichen. Es wird nicht nur konsumiert, sondern Kinder und Jugendliche präsentieren sich selbst einem Millionenpublikum. Oftmals mit Einwilligung und auch tatkräftiger Mitarbeit der Eltern. Schnell werden diese Kinder dann als „Influencer“ attraktiv für die Werbeindustrie. Der gemeinsame Freizeitspaß entwickelt sich zum lukrativen Familien Business.

Doch was hat das für Auswirkungen auf die jeweilige Entwicklung?

Werden Persönlichkeitsrechte von Kindern verletzt?

Welche Wirkung erzielen die Darstellungen bei jungen Konsumenten?

Welche Interessen werden dadurch bedient?

Im Rahmen der Veranstaltung konnten diese Fragen im Rahmen zweier hochkarätiger Vorträge und dreier Foren näher beleuchtet werden.

Der Tag begann mit MrWissen2go alias Mirko Drotschmann und dem Thema

Ein Blick hinter die Kulisse von YouTube, Spielt Artikel 13 noch eine Rolle?
(https://www.youtube.com/user/MrWissen2go)

MrWissen2go - Mirko Drotschmann
Foto: Schmott Photographers

Im Anschluss zogen Prof. Dr. Frank Schwab und Dr. Astrid Carolus von der Uni Würzburg / Medienpsychologie die Zuschauer in den Bann:

New Kids on the Block? Die Psychologie junger Menschen online
(http://www.mp.uni-wuerzburg.de/personen/)

Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmenden die folgenden Foren besuchen:

Was mache ich, wenn etwas schief geht? – Strafverfolgung im Internet
Die Nutzung des Sozialen Netzwerke ist nach wie vor ein schwieriges Feld, wenn es darum geht, Daten zu löschen und unerwünschte Inhalte einzudämmen. Wie kann ich Schwierigkeiten vermeiden und angemessen reagieren, wenn Handlungsbedarf besteht?
Antje Marschall, Kriminalhauptkommisarin, Polizeipräsidium Frankfurt am Main
https://www.polizei.hessen.de/dienststellen/polizeipraesidium-frankfurt/

Instagram, Schönheitsideale und ihre gesellschaftliche Bedeutung
Die medial vermittelten Schönheitsideale werden kritisch betrachtet und hinterfragt. Ist auf Instagram alles so rosa-glitzern und authentisch wie abgebildet und haben auch wir diese unnatürlichen Schönheitsvorstellungen unbewusst übernommen?
Corina Schaffranek, Medienpädagogin
https://cschaffranek.wixsite.com/mysite/instagirls-projekt

Werde Videobotschafter auf Youtube - Ein Praxisworkshop für die Arbeit mit Jugendlichen
Influencer wie Rezosenden ihre Botschaften über YouTube. Mit Jugendlichen ist es mit wenigen Mitteln möglich eigene Ideen umzusetzen.
Wie lässt sich das mit Jugendlichen realisieren?
Sabine Hoffman, Gallus Zentrum, Frankfurt am Main
https://galluszentrum.de/

Das Forum

„Öffentliche Kindheit“ – Kinder als YouTube-Stars
Produkte in die Kamera halten, einen Rundgang durch das eigene Kinderzimmer machen, Challenges bestehen: So sieht der Alltag vieler Kinder-Influencer auf YouTube aus. Die Videos geben dabei teils tiefe Einblicke in das Privatleben der Protagonisten. Doch wie sieht es aus mit der Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Kinder?
Julia Fastner, Fachreferentin im Bereich Internet für Kinder, jugendschutz.net
https://fis.jugendschutz.net/master-detailseite-news/n/kinder-als-youtube-stars-was-bleibt-noch-privat-bei-einer-kindheit-im-rampenlicht/

musste leider sehr kurzfristig abgesagt werden. Beate Kremser vom Präventiven Jugendschutz des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt am Main sprang ein und organisierte ein Barcamp, in dem die Thematik aufgegriffen wurde.

Nicht alle Referenten stellten ihre Präsentation zur Veröffentlichung zur Verfügung. 

Im Folgenden können Sie jedoch die vorhandenen einsehen.

Downloads: 

Forum 2 - Strafverfolgung - Antje Marschall

Das Wichtigste zur Veranstaltung

Gerne möchten wir an dieser Stelle bereits auf das nächste große Jugendschutzmeeting im Polizeipräsidium Frankfurt am Main hinweisen. Es findet am

Donnerstag, 29.10.2020,


statt. Das Thema steht natürlich noch nicht fest, da wir versuchen, möglichst aktuell zu bleiben.